„Zeitalarm – Zero kommt zurück!“

Das Klang.Forscher!-Projekt in der Freiherr-vom-Stein-Gemeinschaftsschule Neumünster

Projektbericht von Lehrerin Bettina Schmidt

Foto: Niklas von Kajdacsy

Die Radio-AG „Krimialarm“ unserer Schule besteht aus fünf Schülerinnen und Schülern der Unter- und Mittelstufe. Sie wollen einen Krimi mit Soundeffekten produzieren, in dem ein Mörder aus der fernen Zukunft mit Hilfe einer Maschine in die Gegenwart reist. Die Geschichte soll sich zu einer Fortsetzungsserie entwickeln, die fünf Minuten vor Unterrichtsbeginn in der Schule gesendet werden soll.

Text sprechen üben und konzentriert zuhören
(Foto: Niklas von Kajdacsy)

Die Idee zu einem Schulradio bekam durch die Nominierung beim Klang.Forscher!-Wettbewerb neuen Schwung:
Das im Februar gewonnene Aufnahmegerät liehen sich die Schülerinnen und Schülern gleich in Pausen, Frei- und Musikstunden aus, um Klangforschungen durchzuführen und sich mit Thema und Gerät vertraut zu machen. Die Ergebnisse waren erstaunlich vielfältig! Die Story um den Verbrecher „Zero“ wurde weiter gesponnen und aufgeschrieben.

Prolog

(Musik, Erzählerin aus dem Off)

Erzählerin: Im Jahr 2717 gibt es einen Verbrecher namens ZERO. Er ist der berüchtigtste Verbrecher aller Zeiten!

Musik läuft in Szene A über – ausblenden

Szene A

(Zero bricht in ein Museum ein, um ein geheimes Computerterminal zu knacken)

(Musik von Prolog läuft aus, Geräusche beim Schloss knacken, Lasergeräusche, Atemgeräusche, Zischen von Drucklufttür, Herzklopfen, Laufgeräusche)

[…]

Zero (Monolog):         Wer hat mich verraten?

(Zischgeräusche der Hytabots, Tüftelgeräusche, Beepen)

Ja! es hat geklappt, schnell weiter …

(Atmen, Hintergrundgeräusch wird leiser)

Hervorragend unterstützt und angeleitet wurden sie von Eva Solloch – und diese Zusammenarbeit mit einem Profi war für alle etwas Besonderes.

Foto: Niklas von Kajdacsy

Foto: Niklas von Kajdacsy

Foto: Niklas von Kajdacsy

Geräuscheproduktion
Das Schaben an einem Lampenschirm

wird zu einer Drucklufttür:

Die Schülerinnen und Schüler schrieben die Geschichte, forschten inner- und außerhalb der Schule nach Klängen, bearbeiteten diese Klänge mit dem neu erlernten Computerprogramm und fügten sie anschließend in die Szenen ein. Sie tauschten sich untereinander aus, arbeiteten selbständig und hoch motiviert. Das Sprechen gelang immer besser, die Stimme wurde sicherer, und das Einbringen von Ideen und eigenen Vorstellungen führte zu einer tollen Arbeitsatmosphäre unter Gleichgesinnten. Das Gefühl, an einem gemeinsamen Projekt zu arbeiten, ließ sie zu einer wirklichen Gemeinschaft werden.

Die Klang.Forscher! nutzen den gesamten Musikraum für die Geräusche und die Musik von „Zero“:

Im NDR Hörspielstudio
(Foto: Niklas von Kajdacsy)

Die Produktion des ersten Teils des Hörspiels beim NDR in Hamburg am Ende der Projektwoche war ein erlebnisreicher und arbeitsintensiver Tag mit schönen Erfahrungen und einem wunderbaren Hörspielergebnis. Mit Profis in dem beeindruckenden Hörspielstudio zu arbeiten war für alle faszinierend.

Aus einem Tischtennisgitter

wird die Zeitmaschine:

Im Laufe des Projektes wurden die Schülerinnen und Schüler immer mutiger und erfinderischer. Ihre persönliche Entwicklung war so deutlich, dass es auch Außenstehende spüren konnten: Von den Eltern kam die begeisterte Rückmeldung, mit welch großer Freude und welchem Engagement ihre Kinder bei diesem Projekt dabei waren. Und die Schülerinnen und Schüler zeigten sich dankbar, dass sie diese Woche so erleben konnten. Sie steckten sogar außerhalb der Schulstunden viel Energie in dieses Projekt. Ein Schüler hat sogar in Eigenregie ein Video geschnitten und eine Website für unser Schulradio entwickelt!

Die Vorfreude auf die nächsten Folgen von „Zero“ ist groß. Das Schulradio wird im nächsten Schuljahr mit seinem Programm starten. In dieser Woche ist uns allerdings auch deutlich geworden, dass eine kontinuierliche Produktion viel Engagement und Arbeit sowohl für die Schülerinnen und Schüler als auch die Lehrkräfte bedeutet.

Wir sind alle sehr zufrieden mit dem Verlauf des Projektes und hatten eine wunderbar intensive Zeit, die uns mit vielen neuen Erfahrungen und Erkenntnissen bereichert hat!

Die Klang.Forscher Julia, Lea, Erik, Izzet und
Tino
(Foto: Niklas von Kajdacsy)