Wir sind die Klasse 7M der Mittelschule Peiting in Bayern. 17 coole, kreative Köpfe, die gerne im Team an Projekten arbeiten. Das Thema Zukunft interessiert uns sehr und wir freuen uns schon darauf, unsere Ideen und Erfindungen weiterzuentwickeln und akustisch umzusetzen.

„3571 – Wie ist das Leben, wenn nichts mehr funktioniert?“

Die Technik ist auf dem Höhepunkt angekommen. Alles ist perfekt, doch dann gibt es einen großen Knall, der alles verändert. Vanessa und Sarah sind auf sich allein gestellt. Doch dann finden sie ein paar Freunde wieder. Gemeinsam suchen sie nach einer Lösung, wie es weiter gehen soll.

Diese Geschichte haben wir uns ausgedacht. Vom 13. bis zum 16. März 2017 und schließlich am 23. März im BR-Hörfunkstudio haben wir unsere Idee von der Zukunft in ein Hörspiel verwandelt. Mit Rat und Tat zur Seite: Mediencoach Constanze Alvarez vom Bayerischen Rundfunk.

Paula:
Am Montagmorgen ging die Klangforscher-Projektwoche der Klasse 7M los. Frau Alvarez vom Bayerischen Rundfunk hat uns den Ablauf der Woche erklärt. Danach durften wir uns in drei Gruppen aufteilen: Technische Idylle, Knall und Leben danach. Ein paar Schüler konnten auch schon Geräusche aufnehmen. Anschließend wurden sie auf den Computer gespielt. Als wir damit fertig waren, gingen wir gemeinsam raus, um eine Massenpanik aufzunehmen. Alle rannten in irgendeine Richtung und schrien.

Massenpanik auf dem Schulhof (Foto: Stiftung Zuhören)

Sina:
Wie ist das Leben, wenn nichts mehr funktioniert? Diese Frage stellten wir uns immer wieder. Das war eine der größten Herausforderungen, und auch, sich in die Gefühle der Personen hineinzuversetzen.

Während des zweiten Tages haben wir sehr viele Aufnahmen gemacht, und auch schon die ersten überspielt, wir kamen außerdem auf die Anfangsmelodie und hatten schon Hauptpersonen.

Carina:
Mir hat es Spaß gemacht, die Töne aufzunehmen, weil man da die Geräusche viel mehr wahrgenommen hat. Ich habe viel über das Aufnahmegerät gelernt, u.a. wie man es richtig einstellt.

Sina:
Am dritten Tag hat ein Teil von uns ein Interview in Peiting geführt, während die anderen Sprechrollen verteilten. An diesem Tag haben wir uns auch sehr intensiv mit der Gruppe beschäftigt. Wir haben teilweise echt sehr lange nach Klängen geforscht und haben das Manuskript angefangen.

„Wie stellen Sie sich das Leben im Jahr 3571 vor?“ Wir befragen Max Wagner, Hausmeister unserer Schule. (Foto: Stiftung Zuhören)

Umfrage in Peiting: „Wie stellen Sie sich das Jahr 3571 vor?“

Paula:
Mir hat die Umfrage besonders gut gefallen, da es sehr spannend war zu hören, welche Meinung andere Personen über die Zukunft hatten. Das Aufnehmen der Töne hat mir auch gut gefallen. Ich habe gelernt, mit einem Schnittprogramm am Computer umzugehen.

Einarbeiten ins Schnittprogramm (Foto: Stiftung Zuhören)

Der vierte Tag war sehr stressig. Alle waren unter Zeitdruck, da wir alles fertigbekommen mussten. Zuerst haben wir alle Töne, die wir aufgenommen haben, noch einmal angehört. Jeder gab sein Bestes und bemühte sich. Doch dann war alles geschafft. Alle Töne waren aufgenommen, alle Stimmen und die End- und Schlussmelodie waren fertig.

Wir komponieren die Titelmelodie (Foto: Stiftung Zuhören)

Anastasia:
Es war sehr schön, die Melodien zu komponieren und dabei seiner Fantasie freien Lauf zu lassen. Dank dem Projekt weiß ich jetzt, dass ein Hörspiel sehr harte Arbeit ist und dass beim Aufnehmen der Sprecher die Körperhaltung eine große Rolle spielt. Die Geräusche der Zukunft aufzunehmen war nicht ganz einfach, weil man nicht wusste, wie die Geräusche der Zukunft klingen. Genauso schwierig war es, alles rechtzeitig fertig zu bekommen, was wir an Aufnahmen und Geräuschen noch brauchten.

Paula:
Am Donnerstag, den 23.3.2017, durften wir dann endlich nach München zum Bayerischen Rundfunk fahren. Frau Alvarez hat uns vor dem Gebäude schon erwartet. Uns wurden noch ein paar Regeln erklärt und dann ging es rein ins Tonstudio. Wir durften in mehrere Räume hineinschauen und es war einfach toll. In dem Raum, in dem wir unsere Aufnahmen machten, erklärte uns Josuel, der alles aufnahm und zusammenschnitt, wie jeder von uns sprechen sollte. Als er damit fertig war, erklärten wir ihm, worum es in unserem Hörspiel geht. Danach musste jeder seine Rolle vorspielen und er nahm es auf. Am Ende schnitt Josuel dann unsere Aufnahmen zusammen. Es war eine spannende und tolle Woche und das Tonstudio war ein aufregendes Erlebnis.

Umfrage unter uns: „Wie ist das Projekt gelaufen?“

Leticia:
Ich fand es schön, gemeinsam mit den anderen zu arbeiten und dass jeder seine eigenen Ideen und Meinungen miteinbringen durfte. Ich habe gelernt, dass man so ein Projekt nur gemeinsam schaffen kann und den Umgang mit einem Aufnahmegerät. Ein bisschen schwer fand ich, das Manuskript zu schreiben.

Im BR-Studio: Konzentration bei den Aufnahmen zu „3571“ (Foto: Stiftung Zuhören)

Sina:
Der Studiotag war wahrscheinlich der aufregendste Tag für uns alle! Wir konnten endlich unser Hörspiel fertigstellen, sehen, was die Tage gebracht haben, in denen wir so viele Klänge erforscht haben. Am Ende dieses tollen Tages, an dem wir dann das fertige Hörspiel vor uns hatten, waren wir sehr stolz auf uns alle und konnten geschafft, aber dennoch begeistert nach Hause fahren.

Anhand dieser Tage wurde uns noch deutlicher bewusst, welch große Rolle Klänge in unserem Leben spielen, und wie sehr wir auf sie angewiesen sind, weil sie einen großen Teil in unserem Leben beeinflussen!